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ZWEITER TEIL, in dem wir das Zählen lernen von null bis viele
Am Anfang war Das Grosse Licht, das alles enthält und nichts zeigt. Das Alles, der fruchtbare Grund aus dem sich alles entwickelt, das ist die 0, das Ei, der Kreis. Dann verdichtete sich Das Alles, zog sich auf einen Punkt zusammen und schwupp - war das Bewusstsein geboren, der göttliche Funke hatte Gestalt angenommen und die erste Zahl war geboren - die Eins. Zu dem ersten Funken gesellte sich ein Gegenüber, das Licht des Bewusstseins, gefangen nun in einem kleinen Verstande warf einen Schatten. Und so ward die Erste Ordnung: ent oder weder, Licht oder Schatten, gut oder u.s.w.u.s.f. Die Schöpfung war ent2gerissen, Polarität das Motto des Tages. Um zu sich selbst zurückzukehren und Wissen über diesen Weg zu erlangen, gab die Schöpfung ein drittes hinzu, das die Gegenteile liebevoll umfasste. So konnte ein jedes existieren und war dennoch geborgen im Reigen der Schöpfung. Es war das Kind, das dieses Wunder vollbrachte und seine Zahl ist die Drei, weshalb die Drei oder das Dreieck für die Sphäre des göttlichen steht, für das Wissen, dass ein Ganzes mehr ist als die Summe seiner Teile und die Trennung eine Illusion. Es ist die Brücke über den vermeintlichen Abgrund der Polarität.
Die Schöpfung war sich somit ihrer selbst bewusst geworden, hatte sich in ihre Zweiteilung verloren und mit Hilfe des Kindes zu sich selbst zurückgefunden. Eine interessante doch formlose Reise. Ein Prototyp, in dem Masterplan 1 2 3 niedergelegt und beschrieben. Wie spannend wäre es doch, diese Reise immer und immer wieder zu unternehmen, in endloser Vielfalt und so unendliche Facetten des eigenen Wesens zu entdecken und Erkenntnis zur höchsten Vollkommenheit zu bringen? Nötig war also ein Horizont, in dem sich Erkenntnis entfalten konnte, ein Spielplatz, eine Medium das Form und Gestalt geben konnte. Also gab die Schöpfung ein Viertes hinzu und erschuf so Raum und Zeit, Die Richtungen, die sich aus der Betrachtung der Umgebung von einem Punkt aus ergeben, den Spielplatz für all die Seelen, die an diesem Spiel teilhaben wollten. Die 4, das ist das Kreuz, die Himmelsrichtungen, von denen jede eines der vier Elemente beherbergt, aus denen unsere Welt besteht als da sind Feuer, Wasser, Luft und Erde.
Jeden Tag überquerte das Bewusstsein in seinem strahlend goldenen Kleid den Horizont und verschwand in der Nacht darunter. So erschien es zumindest den Menschen, eines von vielen Miniabbildern der Schöpfung, die sich sehr wichtig nahmen, und nicht merkten, dass in Wahrheit ihr Spielplatz das grosse Wissen und das Bewusstsein umtanzte wie Motten das Licht. Dem Kreuz, der 4, ist tief verborgen auch die 5 beigegeben, nämlich der Mittelpunkt, aus den sich die Richtungen erstrecken, der Äther, das fünfte Element (rothaarig, wie mensch seit Dem Film weiss), dass sich im Idealfall im kleinen Verstand und im Bewusstsein der Menschen reflektiert; in der Empfangszentrale des Menschen nämlich, dem Gehirn, das sich aufgrund des aufrechten Ganges zumindest theoretisch über den Horizont erhebt und die Kardinalpunkte der Schöpfung überblickt. Fünf ist also die Zahl des vernunftbegabten(?) Menschen und des Eingeweihten, Pforte und Einlass für Bewusstsein in die Materie.
Der Grosse Geist schafft sich einen Spielplatz um sich zu verlieren und in allem wiederzufinden, um sich also in der irdischen Vielfalt selbst zu entdecken, weshalb jeder Richtung, jedem Elementarteil der materiellen Schöpfung drei Qualitäten gegeben wurden: eine kardinale dass es erobere, eine feste dass es sich niederlasse und eine veränderliche das es weiterziehe und sich vermähle. Und so ergeben sich aus unserem Horizont und dem Walzertakt der Bewegung darinnen die zwölf Felder unseres höchst eigenen Spielplatzes, die zwölf astrologischen Häuser, Felder unserer Erfahrung und Stationen unserer Lebensreise; der Reise die mit der Geburt irgendwo auf diesem Planeten beginnt (mit der Absonderung vom Ganzen, Einzug in den Körper und Verlust des Wissens) und mit dem Tod (der Auflösung des Körpers und der irdischen Bindungen und Wiedereintritt in die Heimat der Seele) endet. Was aber wäre die 12 ohne das Geheimnis, das sie verbirgt, in ihrer Mitte...
Nun denn, unser Geist ist verwirrt, die Falten unseres Gehirns tüchtig zerknittert. Und das alles nur, um zählen zu lernen, und einen Einblick in den Reiseplan zu gewinnen! Den wir eigentlich sehr gut kennen, haben wir ihn doch so oft durchlaufen. Was ist schon eine Lebensspanne von selbst 80 Jahren, gemessen an den Zyklen der Erde? Unsere Roten Brüder drücken dies mit der ihnen zueigenen Poesie aus:
"Das Leben ist wie der Furz eines Büffels im Winter"
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